Gelungener Abend zur Digitalisierung mit Ministerialdirektor Stefan Krebs

Veröffentlicht am 11.09.2017 in Ortsverein

Im gut gefüllten Bürgersaal erlebten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger einen informativen und unterhaltsamen Abend zum Thema Digitalisierung. Neben vielen interessierten Bürgern waren auch Bürgermeister Armin Elbl und MdL Andreas Kenner (SPD) anwesend.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des OV, Dirk Wensing, begann Herr Krebs seinen Vortrag mit der Erklärung der Begrifflichkeit des Wortes Digitalisierung. Anschließend führte Herr Krebs an den Beispielen von airbnb und Zalando die Veränderung von Einkaufs- und Wirtschaftsbedingungen sehr plastisch vor Augen.

Danach schilderte Herr Krebs sehr humorvoll wie Digitalisierung sein Leben direkt beeinflusst. Als Spezialist für „Rote Wurst“ wolle niemand mehr mit ihm grillen. Er könne das nicht. Hilfe bekam Herr Krebs dann durch ein digitales Thermometer mit Bluetooth welches auch ihm ermögliche Steaks perfekt zu grillen.

Stefan Krebs stellte in seinem Vortrag vor allem die Chancen in den Vordergrund. Baden-Württemberg sei zum Beispiele bei den erteilten Patenten deutschlandweit führend und bringe beste Voraussetzungen mit. Start-Ups würden aber oft in Berlin gegründet. Baden-Württemberg sei hier noch nicht „hip“ genug.

Im weiteren Verlauf betonte Herr Krebs auch die Bedeutung des Datenschutzes und der Cybersicherheit. Er wies aber gleichzeitig darauf hin, dass die Digitalisierung komme. Ob es nun gewollt sei oder nicht.

Wir hätten die Möglichkeit die Digitalisierung zu gestalten oder irgendwann von der veränderten Welt eingeholt zu werden. Und da nur noch agieren, aber nicht reagieren zu können. Als Beispiel nannte Herr Krebs hierfür Nokia. Nokia sei bei Handys vom Markt verschwunden – weil sie sich den Herausforderungen auf dem Handymarkt nicht gestellt hätten.

Danach präsentierte MD Krebs die Digitalisierungsstrategie des Landes. Und hob hervor, dass gerade klein- und mittelständische Unternehmen dabei Unterstützung bräuchten. Daimler, Bosch und Co. bräuchten keinen CIO des Landes. Diese hätten die Situation erkannt und würden vorbildlich auf die veränderten Bedingungen reagieren.

Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie soll Baden-Württemberg zur digitalen Leitregion werden. Für das Land soll der Bürger im Fokus stehen. Dazu investiert das Land bis 2021 1 Milliarde Euro. In 80 vom Land geförderten Projekten soll die Digitalisierung gestaltet werden.

Dazu sollen verschiedene Projekt umgesetzt werden. Das laut Herrn Krebs schwierigste Projekt sei der Breitbandausbau. Dieser sei vor allem für die Unternehmen im Land besonders wichtig.

Nach dem Vorbild des kalifornischen Silicon Valley soll es ein Cyber Valley geben. Dort sollen Kapazitäten gebündelt werden und die dort angesiedelten Unternehmen gegenseitig voneinander profitieren.

In weiteren Projekten sollen digitale Technologien für Medizin und eine SmartCity entstehen. Darüber hinaus geplant ist ein weiteres Testfeld für autonomes Fahren. In „Future Communities“ sollen die Gemeinden fit gemacht werden für die Zukunft.

Als besonderes Projekt nannte Herr Krebs das E-Government. So soll verstärkt Kommunikation mit Behörden möglich sein, z. B. Beantragung von Dokumenten.

Die von MD Krebs verfasste Digitalisierungsstrategie wurde im Juli 2017 von der Landesregierung beschlossen und wird nun Schritt für Schritt umgesetzt.

Nach dem sehr gelungenen Vortrag führte der MdL Andreas Kenner durch die anschließende Fragestunde mit Herrn Krebs. Zuvor bestätige Andreas Kenner die Ausführungen von Stefan Krebs und hob dabei hervor, dass Herr Krebs von Reinhold Gall (SPD) in seine Funktion eingesetzt wurde und von Thomas Strobl (CDU) in diesem Amt bestätigt wurde. Dies spreche für die besondere Expertise und Kompetenz von MD Krebs.

In seiner gewohnt bürgernahen Art steuerte Andreas Kenner routiniert und mit sichtlicher Freude durch die anschließende Bürgerstunde. Dabei ergänzten sich Stefan Krebs und Andreas Kenner sehr gut.

Nach der Aussage von Andres Kenner das der Abend die Dauer eines „Fussballspiels inklusive Pause“ nicht überschreiten solle, wurde der Abend durch den Vorsitzenden des OV beendet. Aber auch danach zeigte sich Stefan Krebs sehr bürgernah und stand noch für kurze Gespräche mit Interessierten bereit.

Aus mehreren O-Tönen wurde deutlich, dass dieser Abend trotz des vermeintlich „trockenen Themas“ sehr interessant und kurzweilig war. Dies lag vor allem an dem souveränen, kompetenten und humorvollen Referenten Stefan Krebs.

Die ausgelegten Digitalisierungsstrategien waren restlos vergriffen. Es war ein rundherum gelungener Abend, der Gästen von Esslingen bis Filderstadt einen guten Einblick in die digitale Welt vermittelt hat.

Oft wurde gesagt: „Jetzt habe auch ich das verstanden“. Ein riesiges Kompliment für den Referenten. An dieser Stelle dankt der Ortsverein Wernau MD Krebs und seiner Sekretärin für die Möglichkeit eine solche Veranstaltung in Wernau durchführen zu können.

 

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