SPD Wernau

Wohnraum schaffen

Veröffentlicht am 08.05.2026 in Gemeinderatsfraktion

Soziale und nachhaltige Stadtentwicklung als Leitgedanke 
Bezahlbare Wohnungen sind heutzutage absolute Mangelware. Jede Kommune trägt die Verantwortung, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. 
Jahrzehntelang hat sich die Situation verschärft. Nun gilt es, gegenzusteuern und Lösungen zu finden. 
Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, in Adler-Ost III nur Investoren für Mehrfamilienhäuser zu berücksichtigen, die garantieren, dass mindestens 20 % der Wohnungen als Mietwohnungen entstehen. Die Mietpreise sollen sich dabei am sozialen Wohnungsbau orientieren. 
Zwar ist „bezahlbar“ ein dehnbarer Begriff, dennoch ist klar, was gemeint ist: Wohnraum, den sich viele leisten können. Die Herausforderung besteht darin, kostengünstig zu bauen, ohne die Qualität zu vernachlässigen. 

Gestaltung und Anforderungen im Baugebiet Adler/Ost III 
Die Ausgestaltung des neuen Baugebiets war für den Gemeinderat besonders wichtig. Zu den wichtigsten Vergabekriterien zählten neben der gestalterischen Qualität, Nachhaltigkeit und soziale Durchmischung – etwa durch 20 % förderfähige Mietwohnungen, 50 % familiengerechte Wohnungen mit mindestens drei Zimmern – sowie barrierefreie Wohnungen.
Entscheidend ist nun, dass diese Vorstellungen und Vorgaben des Gemeinderats von den Bauträgern auch tatsächlich umgesetzt werden. 

Rahmenbedingungen und Verantwortung 
Ohne klare Forderungen und Rahmenbedingungen gibt es keine passenden Konzepte. Es fällt uns schwer, aus Gründen der schnellen Vermarktung jetzt auf gute Konzepte zu verzichten. 
Wir verstehen uns dabei als Fürsprecher für all jene, die eine bezahlbare Wohnung suchen und gemeinsam im neuen Quartier leben werden. 

Mehrfamilienhäuser vs. Einfamilienhaus 
Auf den neu zu vergebenden Grundstücken sind aktuell 51 Wohnungen geplant, davon wären 32 große Familienwohnungen mit mindestens drei Zimmern. 
Bei einer durchschnittlichen Belegung von 2,1 Personen pro Wohnung, bedeutet das rund 107 Einwohner*innen für die Stadt. Würde stattdessen auf Einfamilienhäuser gesetzt, könnten auf derselben Fläche nur etwa 11 Häuser mit insgesamt rund 23 Bewohner*innen entstehen. 
Unabhängig davon, dass für das Baugebiet als regionaler Wohnungsbauschwerpunkt der Nachweis einer Belegungsdichte von 90 Einwohnern pro Hektar gefordert wird, positionieren uns hier klar für eine Bebauung im Sinne der ursprünglichen Planung, die möglichst vielen Menschen Wohnraum bietet.