SPD Wernau

Barrieren in unsere Stadt - Rundgang zweiter Teil

Veröffentlicht am 04.06.2025 in Aktuelles

Die SPD initiierte den zweiten Rundgang in Wernau mit Geh- und sehbehinderten Menschen am Montag, 26.5. in Wernau.
Die Strecke umfasste dieses Mal den Weg vom Stadtplatz zur Teckschule und zurück. 
Deutlich wurde in der kurzen Strecke sowohl für die sehbehinderten als auch für die mobilitätseingeschränkten Personen, dass Pflastersteinbereiche, wenn auch nur kleine, Probleme aufwerfen. Dies zeigte sich insbesondere beim Überqueren der Junkersstraße auf Höhe der Ampelanlage des Fußgängerüberwegs. In diesem Bereich ist auf der dem Stadtplatz gegenüberliegenden Seite eine kleine Passage mit Pflastersteinen rings um einen Schachtdeckel eingefasst. Dies stellt sowohl ein Hindernis als auch eine Stolperfalle dar. Für Menschen mit Sehbehinderung fehlt die in nahezu jeder Ampel obligatorisch angebrachte Funktion unterhalb der Ampelaktivierungseinrichtung, das Akustiksignal abrufen zu können. Das heißt, hier können erblindete und sehbehinderte Menschen die Signale der Ampeleinrichtung nicht wahrnehmen.  Die Nutzerin des Rollators hat auch bei den zum Teil immer noch zu hohen, aber augenscheinlich dennoch leicht abgesenkten, Bordsteinkanten enorme Probleme.

Der Eingang zur Teckschule erfolgte dann auf der Seite des Schulhofes, den man von der Schulstraße aus erreicht. Die Rektorin, Frau Frey begrüßte die Gruppe. Die Teckschule selbst ist nicht barrierefrei und stellt von sich aus auch keine entsprechenden Ansprüche. Dennoch hat man eine vom Pausenhof auf der Schulstraße barrierefrei erreichbare behindertengerechte Toilette im Gebäude der Sporthallen eingerichtet. Die Tür ins Gebäude ist für Rollstuhlfahrer nicht selbständig zu öffnen. Auch die Tür zur Toilette selbst ist für Rollstuhlfahrer selbständig weder von außen noch von innen zu öffnen. Manchmal wäre es schon anzuraten, bei anstehenden Projekten in einem höheren Maße Menschen mit Behinderung oder/und ausgewiesene Fachkräfte für barrierefreies Bauen bereits in der Planungsphase einzubeziehen. Dies könnte eventuell zur Optimierung und auch zur Kostensenkung beitragen. 
In unserer dritten Begehungssequenz wird der Bergfriedhof näher unter die Lupe genommen. Schließlich wollen wir uns dann auch noch um das Schulgelände auf dem Katzenstein kümmern. 

Henrik Burda (Vorsitzender des SPD-Ortsvereins)

Für die SPD- Gemeinderatsfraktion:
Petra Binz
Horst Nannt
Prof. Dr. Arnold Pracht