Der demographische Wandel kommt auch in Wernau an: Unsere Stadtgesellschaft wird älter und die Zahl der Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen steigt. Inklusion ist deshalb keine „Spezialfrage“ mehr, sondern eine zentrale Zukunftsaufgabe.
Als SPD-Fraktion fordern wir deshalb die Einrichtung eines Inklusionsbeirats. Dieser Beirat soll von betroffenen, ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern getragen werden: Menschen, die aus eigener Erfahrung wissen, wo Barrieren entstehen und wie man sie vermeidet. Ihre Perspektive ist unverzichtbar.
Deshalb soll dieser Inklusionsbeirat frühzeitig und verbindlich beratend einbezogen werden, insbesondere bei großen Neubauprojekten, bei Sanierungsvorhaben im öffentlichen Raum und in städtischen Gebäuden sowie bei Maßnahmen zur Barrierefreiheit.
Wichtig ist uns: Beratung darf nicht erst am Ende stattfinden, wenn Pläne längst festgezurrt sind. Barrierefreiheit „nachzurüsten“ ist teuer – Barrierefreiheit von Anfang an ist klug, wirtschaftlich und gerecht. Ein Inklusionsbeirat sorgt dafür, dass Perspektiven früh an den Tisch kommen: bei Wegeführungen oder der Gestaltung von Spiel- und Aufenthaltsflächen.
Vorstellbar ist eine organisatorische Anbindung an die Initiative „VERA“. Vorbild eines Wernauer Inklusionsbeirats könnte das Konzept des Esslinger Inklusionsbeirats sein.

