
Das Projekt „Ganztagsschule“ auf dem Katzenstein steht noch auf der Agenda der Stadt. Daneben tickt die Uhr, was das Pflegeheim St. Lukas betrifft. Die Umsetzung der Vorschriften nach der Landesheimbauverordnung von 2009 hätte bis spätestens 2019 erfolgen müssen.
Problembereich Ganztagesschule
Ab August 2026 besteht für Eltern von Kindern in der Grundschule ein gesetzlich verankerter Anspruch auf Betreuung in einer Ganztagesschule. Dabei ist die Schulverwaltung federführend. Schule ist immerhin gebührenfrei. In Wernau soll diese Ganztagesschule in einem ersten Schritt zusammen mit der Schlossgartenschule auf dem Standort Katzenstein umgesetzt werden. Die Schule hat bereits ein fertig ausgearbeitetes Konzept vorgelegt. Es fehlt nur noch an geeigneten Räumen. Hier gilt es zu beachten, dass neuerdings die Fördermittel des Landes für Schulbauten spürbar aufgestockt wurden. Einziger Wermutstropfen: Die Frist zur Antragsstellung endet im Oktober 2025. Eile wäre also angesagt!
Problembereich Pflegeheim
Rings um unsere Stadt wurden bestehende Heime einfach entsprechend der Landesheimbauverordnung umgebaut. Ausgerechnet in Wernau scheint so etwas aber nicht möglich zu sein. Man wolle dies den BewohnerInnen nicht zumuten, so die Verantwortlichen des sogenannten Betriebsträgers, der Kepplerstiftung. Und deswegen meint man, im letzten Winkel von Wernau ein neues Pflegeheim mit einer Kapazität von 100 Plätzen errichten zu müssen. Kurz bevor es hätte endlich losgehen können, hat die Wohnungsbaugenossenschaft Kirchheim – Plochingen als vermeintlicher Bauträger sich aus dem Projekt zurückgezogen. Seitdem harren wir der Dinge, die da kommen. Wernauer BürgerInnen müssen schon seit geraumer Zeit auf Heime des regionalen Umfeldes ausweichen, wenn sie einen Pflegeplatz benötigen. In dieser festgefahrenen Situation scheint sich in der Diskussion innerhalb des Gemeinderates ein Lösungsweg aufzutun. Man sollte zeitnah prüfen, ob nicht doch noch ein alternativer zentrumsnaher Standort für ein Heim mittlerer Größe infrage käme. Davon wäre dann die Dimensionierung des Pflegeheims am geplanten Standort Katzenstein abhängig. Danach sollte dann die Pflegeheimkonzeption für die Stadt Wernau ausgeschrieben werden, so dass sich mehrere Interessenten als Bau- und Betriebsträger bewerben könnten. All diese Schritte sollten terminiert und mit einem spätesten Endzeitpunkt versehen werden.
Petra Binz
Horst Nannt
Prof. Dr. Arnold Pracht