Der Eigenbetrieb Bäder schließt 2025 mit einem Verlust von 1,23 Millionen Euro ab. Trotz aller Sparmaßnahmen bleiben Hallenbad, Wellness-Landschaft und Freibad vorerst aber weiter gut besucht.
Ziel ist es, den Verlust des Eigenbetriebs so weit zu begrenzen, dass der städtische Haushalt ihn dauerhaft tragen kann.
Um das wachsende Defizit einzudämmen, stiegen die Tarife der Wellness-Landschaft zum 1.09.2025 im Schnitt um zehn Prozent; Ermäßigungen entfielen. Die Tageskarte kostet seither 23 Euro – eine Mehrbelastung, die viele unmittelbar spüren.
Zudem wurde die Sommerschließzeit der Wellness-Landschaft um einen Monat verlängert und an die des Hallenbads angeglichen. Im März 2026 beschloss der Bäderausschuss höhere Tarife: fürs Freibad ab Mai, fürs Hallenbad ab 1.09. Die Einzelkarte kostet nun 5,50 statt 5 Euro.
Weil kein deutlicher Besucherzuwachs zu erwarten ist, soll vor allem gespart werden. Doch jede Sparmaßnahme wirft die Frage auf: Wie viel Kürzung verträgt ein Angebot, das so viele Menschen schätzen?
Für 2026 sind 1.129.300 Euro aus dem städtischen Haushalt zum Ausgleich des Defizits eingeplant – Geld, das die Stadt an anderer Stelle ebenfalls dringend braucht.
Gleichzeitig macht die Freibadsaison 2026 aber Hoffnung. Dank des außergewöhnlich heißen Sommers besuchten 70.262 Gäste das Freibad - so viele Besucher wie schon seit Jahren nicht mehr. Ob sich dieser Erfolg auch im Betriebsergebnis niederschlägt, zeigt allerdings erst die Jahresabrechnung.
Unsere Bäder sind mehr als Zahlen in einer Bilanz. Sie sind Treffpunkt, Erholung und ein Stück Wernau. Doch ihr Erhalt hat einen hohen Preis.

