Eine Fairtrade-Stadt zu sein bedeutet, dass die Förderung des Fairtrade-Gedankens nicht nur von einzelnen Personen unterstützt wird. Gefordert wird, dass sich Gemeinderat, Verwaltung, lokale Geschäfte, Cafés und Restaurants, lokale Unternehmen, Schulen, öffentliche Einrichtungen, Kirchen und Freiwilligenorganisationen zu Fairtrade bekennen und sich verpflichten, entsprechende Maßnahmen umzusetzen.
Der Titel wird für zwei Jahre vergeben, danach steigen die Anforderungen, um die kontinuierliche Entwicklung und das Engagement zu sichern.
Fairtrade in Wernau
Die Stadt Wernau (Neckar) wurde am 25. Mai 2019 als 603. Fairtrade-Stadt in Deutschland ausgezeichnet und zuletzt 2025 rezertifiziert. Diese Anerkennung ist dem gemeinsamen Engagement, vor allem der 2012 gegründeten Lenkungsgruppe Fair Trade, zu verdanken.
Ihr Ziel ist es, das Thema Fair Trade in der Wernauer Gesellschaft zu verankern und bekannter zu machen. Mit kreativen Ideen und fortschreitender Vernetzung sollen Bürgerinnen und Bürger vom Fairen Handel überzeugt werden. Die Lenkungsgruppe organisiert Veranstaltungen wie das faire und regionale Frühstück, Ausstellungen und koordiniert die Aktivitäten vor Ort. Auch Schulen beteiligen sich mit Aktionen, wie die Realschule zum Valentins- oder Nikolaustag. An den Grundschulen erhalten Erstklässler in Zusammenarbeit mit dem AWB und der Lenkungsgruppe Fairer Handel in Wernau faire Vesperboxen. Derzeit sind neun aktive Mitglieder in der Lenkungsgruppe tätig.

