Wir leben in einer alternden Gesellschaft. Damit wird die Barrierefreiheit zu einem Thema, das uns direkt in den Gemeinden vor Ort – früher oder später - alle angeht. Aber so richtig angekommen ist das in unserer Stadt noch nicht immer und überall. Auch dort, wo man es partiell gut meint, erkennt man schnell, wie viel Geld manchmal unnötiger Weise verbrannt wird. So wurde z.B. in der Turnhalle der Teckschule eine behindertengerechte Toilette für viel Geld eingebaut, die für Rollstuhlfahrer schlicht nicht nutzbar ist.
Manches ist auch gesetzlich nur unzureichend geregelt. So können Fremdfirmen, wie z.B. die Telekom, unsere Straßen und Gehwege aufreißen und sich monatelang Zeit lassen, bis die ebenerdige Asphaltschicht aufgetragen wird. Für viele Bürger*innen mit Rollator oder Rollstuhl sind diese Barrieren nahezu unüberwindbar und stellen für sehbehinderte Menschen eine Stolperfalle dar. Dies darf kein Dauerzustand in unserer Stadt sein.
Dennoch, man freut sich schon über kleine Fortschritte. So wurde der große Blumentopf vor dem kleinen Schild im Quadrium entfernt, das auf den Standort der behindertengerechten Toilette im Bereich des Bürgerbüros hinweist. Auch das Schild selbst wurde nun in großen Lettern neu angebracht. Dafür möchten wir uns bei der Verwaltung bedanken. Trotzdem haben wir in Wernau noch an vielen Stellen Handlungsbedarf. Wir werden weitere Verbesserungen im Sinne der Barrierefreiheit in Wernau immer wieder nachdrücklich einfordern.
Für die SPD-Gemeinderatsfraktion: Petra Binz, Horst Nannt, Prof. Dr. Arnold Pracht Für den SPD-Ortsverein: Henrik Burda