SPD Wernau

Stadt verurteilt mutwillige Beschädigung eines Baumes

Veröffentlicht am 15.11.2025 in Aktuelles

Anfang November wurde der in diesem Jahr von der Stadtverwaltung gemeinsam mit der Herrenorganisation der Ahmadiyya Gemeinde gepflanzte Baum am Weltjugendtagskreuz mutwillig von einer bislang unbekannten Person abgesägt. Der Baum war als sichtbares Zeichen des friedlichen Miteinanders, des Respekts und der Verbundenheit in unserer Stadtgesellschaft gedacht. Die Übergabe erfolgte im April 2025 im interreligiösen Rahmen, was die Symbolik des Baumes unterstrich.

Bürgermeisterin Christiane Krieger, die Fraktions- und Gruppierungsvorsitzenden des Wernauer Gemeinderats und die Spender der Ahmadiyya Gemeinde zeigen sich von der Tat betroffen. Die Stadtverwaltung hat Strafanzeige gestellt.

Als Reaktion auf den Vorfall wird von der Stadtverwaltung in Abstimmung mit der Ahmadiyya Gemeinde zeitnah ein neuer Baum gepflanzt werden. Damit wird ein bewusstes Zeichen gesetzt, dass Zusammenhalt stärker ist als Ausgrenzung oder Hass.

„Wir verurteilen diese Tat, die sich ganz bewusst gegen ein Symbol des Friedens richtet. Wir lassen uns durch solche Verhaltensweisen nicht einschüchtern. Im Gegenteil: Wir werden weiterhin sichtbar für Zusammenhalt und Vielfalt eintreten“, erklärt Bürgermeisterin Christiane Krieger.

Auch die Fraktionen und Gruppierungen des Wernauer Gemeinderats und die Ahmadiyya Gemeinde verurteilen die Tat und äußern ihre Betroffenheit:

„Die Wernauer BürgerListe setzt sich für ein respektvolles und friedvolles Miteinander ein. Dass der Baum, der als ein Zeichen für diese Werte gepflanzt wurde, jetzt gefällt wurde, macht nachdenklich und bestürzt uns“, so die Fraktionsvorsitzende der Wernauer BürgerListe Sabine Dack-Ommeln.

„Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass der von der Stadtverwaltung gemeinsam mit der Herrenorganisation der Ahmadiyya-Gemeinde gepflanzte Baum gefällt wurde. Dieses gemeinsame Zeichen für Zusammenhalt und gelebte Integration stand für Werte, welche die CDU ausmachen“, äußert die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Carmen Hermann der CDU-Gemeinderatsfraktion. „Wir bedauern den Verlust dieses Symbols des Miteinanders zutiefst und setzen uns dafür ein, dass an seiner Stelle ein neuer Baum als Zeichen für Neubeginn und Verbundenheit gepflanzt wird“, so die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende weiter.

Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Vereinigung Wernau, Alfred Freistädter sagt: „Rassismus, Vandalismus oder nur pure Dummheit? Wir wissen es nicht. Die Zerstörung eines Symbols für Frieden und respektvollen Miteinanders in unserer Stadt können wir jedoch nicht dulden. Wir FWV stehen für Werte der Freundschaft und des Respekts.“

„Wer ein Symbol des Friedens zerstört, zeigt damit nur seine eigene Schwäche. Hass, egal in welcher Form, hat in Wernau keinen Platz. Ein Baum kann gefällt werden, aber die Idee dahinter – Frieden und Respekt – lässt sich nicht zerstören. Dafür stehen wir gemeinsam ein“, führt der Fraktionsvorsitzende der Jungen Bürger, Matthias Steimer aus.

Die Fraktionsvorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion Petra Binz zum Vorfall: "Wir sind bestürzt über die Zerstörung des Friedensbaums der gemeinsam mit der Ahmadiyya-Gemeinschaft gepflanzt wurde – ein Symbol für Frieden, Toleranz und Zusammenhalt in Wernau. Diese Tat ist kein Streich aus Übermut oder Dummheit, aber die Vorstellung, dass eine gezielte Aktion gegen Toleranz, Vielfalt und dem friedlichen Miteinander dahinter stecken könnte macht nur umso fassungsloser. Es ist jetzt wichtig, gemeinsam zu zeigen und deutlich zu machen: Intoleranz hat in Wernau keinen Platz. Wir stehen für Vielfalt und Respekt."

Die Gruppierung der Grünen/Unabhängigen äußert sich zum Sachverhalt wie folgt: „Einen Baum kann ein einzelner Verrückter zerstören. Der Zusammenhalt in unserer demokratischen Gesellschaft wird dadurch aber nur weiter gestärkt. Lassen Sie uns diesen Baum als Anlass nehmen um gemeinsam Integration und interkulturelle Verständigung noch weiter voranzutreiben.“

„Wir sind eine friedliebende muslimische Gemeinde die "Brücken baut" und bereit ist mit jedem in Dialog zu treten - daher können wir die mutwillige Beschädigung am Friedensbaum nicht gutheißen und nicht nachvollziehen.
"Liebe für Alle, Hass für Keinen" ist das Motto der Ahmadiyya Muslim Jamaat. Dieses Motto schmückte auch den - gemeinsam mit der Stadt gepflanzten - Friedensbaum.
Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der Stadt Wernau aus dieser traurigen Tat etwas Positives entstehen zu lassen: ein neues, noch stärkeres Zeichen für Frieden und Miteinander“, so Mohammad Inam Butt, Vorsitzender der Ansarullah Esslingen - Ahmadiyya Muslim Jamaat abschließend.