Entscheiden Sie selbst

Veröffentlicht am 21.12.2021 in Aktuelles

Nach dem Beschluss des Gemeinderats im Jahr 2018, wurde auf Grund eines Strukturgutachtens die Eigenwasserversorgung durch unsere 3 Flachbrunnen eingestellt.

Diese Entscheidung wurde nach 2 Jahren durch einen Antrag der Fraktion Grüne/Unabhängige wieder in Frage gestellt. Der Gemeinderat hat sich dann mehrheitlich dafür ausgesprochen dem Inhalt des Antrages zu folgen und durch ein externes Ingenieurbüro prüfen zu lassen, in welcher Weise eine evtl. Wiedererrichtung einer Eigenwasserversorgung möglich wäre. Hierbei sollen alle, für möglich erachteten Brunnenstandorte auf der Gemarkung Wernau evaluiert werden.

Wir als SPD-Fraktion haben unsere Ablehnung öffentlich und ausführlich in der GR-Sitzung am 26.04.21, und im WAZ begründet. Diese neue, umfangreiche Studie liegt jetzt vor und beinhaltet folgende Ergebnisse:

  • „Eine Sanierung der Brunnen ist wirtschaftlich nicht darstellbar. Ein fachgerechter Rückbau wird empfohlen“
  • „Auf der Gemarkung Wernau sind keine Trinkwasserschutzgebiete ausgewiesen“.
  • „die Grundwassergewinnung aus einem Festgesteinsbrunnen (Tiefenbrunnen >100m Tiefe) auf dem Gebiet der Gemarkung Wernau ist nicht sinnvoll.“ Zu wenig Schüttung und als Trinkwasser nicht geeignet.

Als Resultat der Studie bleibt die aufgezeigte Möglichkeit, einen neuen Flachbrunnen zu bauen. Allerdings nicht auf dem bisherigen Areal, sondern zwischen dem großen Fischersee und der Landesstraße L313, ebenfalls in keinem Wasserschutzgebiet, näher an der Straße, an Stehgewässer, mit wesentlich weniger als die ursprüngliche Schüttung der bisherigen Brunnen zusammen.

Aussage der Studie:

    „Aufgrund ungünstiger Standortfaktoren ist eine Verwendung als Trinkwasser nur nach einer umfassenden Rohwasseraufbereitung möglich. Die insgesamt geringe Grundwassermächtigkeit erhöht die Anfälligkeit gegenüber fallenden Grundwasserspiegeln während Trockenperioden. Eine langfristige Absicherung der Investitionen durch eine Ausweisung eines adäquaten Trinkwasserschutzgebietes ist nicht möglich.“

Zur Wasserbereitstellung mit einem solchen fragwürdigen Brunnen müsste die Stadt über 2 Mio € in die Hand nehmen, weitere geologische Untersuchungen wären erforderlich und die Einspeisung ins bestehende Wasserleitungsnetz ist techn. noch ungeklärt. Auf Grund der dargestellten Investitions- und jährlichen Wartungskosten errechnet sich bei 50 jähriger Abschreibung, überschlägig ein um ca. 20ct höherer Preis für 1m³ Trinkwasser in Wernau.

Unser Fazit!

Wir sind dank unserer Vorgänger an zwei getrennte, leistungsstarke Fernwasserversorgungsleitungen angeschlossen, besser nachhaltig abgesichert als die meisten Kommunen. Es gibt keinen vernünftigen Grund, die im Gutachten aufgezeigte Möglichkeit, ohne Not weiter zu verfolgen. Entscheiden Sie selbst!

 

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