ÖPNV – es müssen Angebot und Preis verbessert werden

Veröffentlicht am 06.02.2020 in Kreistagsfraktion

Vor dem Hintergrund des Klimaschutzes ist die Verkehrswende zu einer zentralen Frage geworden. Die täglichen Staus auf den Straßen rund um Stuttgart sind sowohl  eine wirtschaftliche als auch eine ökologische Belastung.  Der ÖPNV muss attraktiver werden und das gilt sowohl für Taktung, Kapazitäten als auch für die Preise. Umdenken ist angesagt. Öffentlicher Nahverkehr sollte als Teil der Daseinsvorsorge verstanden werden und als solche aus Steuermitteln finanziert werden.
Auch wir als Stadt sind angehalten Konzepte einzufordern, die es leicht machen auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Der 15 Min-Takt der S-Bahn rückt in greifbare Nähe. Der Druck für eine Realisierung, muss auch für uns Anlass sein, über die Anpassung unserer Buslinien zu diskutieren. Die kommunalen Ausgaben hierfür sind durch die Übernahme der Kosten durch den Kreis auf 0,68€ pro Einwohner gesunken und stellen nur noch die Subvention der 2€ Tickets dar. Aus unserer Ansicht muss der Stadtbus an die veränderten Bedingungen wie das erhöhte Verkehrsaufkommen oder neue Baugebiete angepasst, neu bewertet und gestaltet werden. Die Forderung nach einer zweiten Buslinie in Wernau, um die S-Bahnen in beide Richtungen zuverlässig zu erreichen darf gedacht werden.

Die Buslinien gestaltet federführend der Landkreis und die Fortschreibung des Nahverkehrsplan steht an. Hier sind wir alle gefordert konkrete Rückmeldungen zu Verbesserungen und Defiziten im aktuellen Nahverkehrt an unsere amtierenden Kreisräte weiterzugeben. Mit Mitgliedern der SPD- Kreistagsfraktion fand bereits Anfang Januar ein Treffen statt.
Die Region Stuttgart hat mit der Tarifzonenreform letztes Jahr einen kleinen Schritt in Richtung günstigeren Preis getan. Die Entwicklung der Fahrgastzahlen zeigt, dass die Attraktivität über den Preis gesteuert wird - April bis Dez. 5% mehr Fahrgäste. Ein erfreulicher Effekt der vom Kreis jedoch gleich wieder konterkariert wurde. Mit den Stimmen der Freien Wählern, CDU, FDP und AfD wurde eine Nullrunde für die VVS Tarife  verhindert. Schade – auf einen Paradigmenwechsel  warten wir wohl noch länger.

 

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