Wenn wir in der Haushaltsdebatte weitgehend auf Anträge verzichtet haben, geschah das aus der Überzeugung heraus, dass bereits die substanzerhaltenden Maßnahmen unseren Haushalt an seine Grenzen bringt. Trotzdem haben wir natürlich Pläne und möchten unsere Stadt Wernau weiterentwickeln.
Mit ganz oben steht für uns „Wohnen im Alter“.
Als Kommune sind wir vorrangig zuständig für die soziale Daseinsfürsorge und haben die Verantwortung für die Bereitstellung bedarfsgerechter und zukunftstauglicher Angebote.
Nach unserem Verständnis übernehmen wir damit eine Schlüsselfunktion gemeinsam mit dem Heimträger diese Zukunft zu gestalten. Uns ist es wichtig ein Konzept für Wernau zu erstellen, das zwei Standorte gleichermaßen berücksichtigt. Den Neubau Adler-Ost und den alten Standort von St. Lukas. Seit 2015 sind wir in Gesprächen und noch immer gibt es kein Konzept, das diesen Namen verdient. Es wird Zeit Altenzentrum und Pflegeheim zur Chefinnensache zu machen und das Projekt erneut auszuschreiben. Mit dem aktuellen Sachstand ist und kann keiner zufrieden sein. Es gibt viele offene Fragen, die Planung und Umsetzung des Seniorenheims betreffend. Seit 2015 beschäftigt uns das Thema und ein Ende ist nicht anzusehen.
Wir haben uns von Beginn an für einen zentrumsnahen Standort ausgesprochen und haben diese Forderung auch immer wieder in alle Gespräche eingebracht. Zwei kleinere Einheiten mit weniger Flächenbedarf in Zentrumsnähe und die fachliche Überprüfung, inwieweit eine Sanierung, ein Umbau oder auch eine Verkleinerung des Bestandsgebäudes St. Lukas möglich wären, waren Kerninhalte unserer Anträge.
Dem Antrag der WBL das Projekt anzuschieben können wir nur unterstützen. Wie jeden Vorstoß, der nach inzwischen 10 Jahren „Planung“ Bewegung in die Sache bringt.