SPD Wernau

Stadtbücherei – Überholt oder unverzichtbarer Bildungspartner?

Für uns gibt es hier keine Zweifel: Die Stadtbücherei ist aktueller denn je. Im Laufe der Zeit hat sie sich von einer reinen „Bücheraufbewahrungsstätte“ zu einem vielseitigen sozialen Treffpunkt und Lernzentrum entwickelt. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Frau Behr für ihr unermüdliches Engagement. 

Auch wenn nach wie vor das Ausleihen von Büchern den größten Anteil an der Nutzung ausmacht, bietet die Stadtbücherei mittlerweile ein breites Spektrum an Angeboten und Veranstaltungen. Allein im Jahr 2025 wurden über 100 Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Von Medienflohmärkten über die „Spur 1 Modellbau Aktionstage“ mit beeindruckenden 400 Besucher*innen bis hin zu Kindertheateraufführungen ist für jede Zielgruppe etwas dabei. 

Darüber hinaus vermittelt die Stadtbücherei heute essenzielle Medienkompetenzen und erweitert ihren Service um E-Books, Streaming-Dienste und Onleihe-Angebote. Sie bleibt ein Ort der Begegnung, der Bildung und der Kultur – offen für Menschen aller Altersgruppen. Gleichzeitig bietet sie eine ruhige Umgebung sowie die nötige Infrastruktur für konzentriertes Lernen, pflegt den Kontakt zu Schulen und Kitas und bringt Kindern schon frühzeitig Bücher und Lesen näher.

 
Förderung von Balkonkraftwerken gescheitert

Balkonkraftwerke sind günstig, einfach zu installieren und nutzen freie Balkonflächen. Sie senken den Netzstromverbrauch und amortisieren sich meist innerhalb von zwei bis fünf Jahren, abhängig von Ausrichtung und Eigenverbrauch. Moderne Sets sind nahezu wartungsfrei und flexibel in der Modulanzahl.  
Eine gute Möglichkeit für den Einstieg selbst erneuerbaren Strom zu erzeugen und damit aktiv an der Klimaneutralität der Stadt mitzuwirken. So die Idee! Und so wurde zum Jahresbeginn 2025 dann erstmals das Förderprogramm für Balkonkraftwerke eingeführt.
Ein Problem der Balkonkraftwerke ist die begrenzte Strommenge: Balkonkraftwerke liefern meist nur 600 bis 720 kWh pro Jahr. Montagefehler wie falsche Ausrichtung oder schlechte Befestigung senken den Ertrag und können Sicherheitsrisiken verursachen, etwa bei Sturm. Verschattung durch Gebäude oder Pflanzen verringert ebenfalls die Effizienz.

 
Wohnraum schaffen

Soziale und nachhaltige Stadtentwicklung als Leitgedanke 
Bezahlbare Wohnungen sind heutzutage absolute Mangelware. Jede Kommune trägt die Verantwortung, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. 
Jahrzehntelang hat sich die Situation verschärft. Nun gilt es, gegenzusteuern und Lösungen zu finden. 
Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, in Adler-Ost III nur Investoren für Mehrfamilienhäuser zu berücksichtigen, die garantieren, dass mindestens 20 % der Wohnungen als Mietwohnungen entstehen. Die Mietpreise sollen sich dabei am sozialen Wohnungsbau orientieren. 
Zwar ist „bezahlbar“ ein dehnbarer Begriff, dennoch ist klar, was gemeint ist: Wohnraum, den sich viele leisten können. Die Herausforderung besteht darin, kostengünstig zu bauen, ohne die Qualität zu vernachlässigen. 

 
Parken in Wernau wird teurer

Hintergründe und Auswirkungen der geplanten Gebührenerhöhungen
Die geplante Erhöhung der Parkgebühren um rund 20 Prozent ist für viele nachvollziehbar – die Streichung des günstigen Kurzparktarifs und der Wegfall der Wellness-Vergünstigung sind es nicht. Wer nur kurz zur Post oder zum Einkauf ins Quadrium will, zahlt künftig deutlich mehr. Gleichzeitig droht der Wellnessbereich an Attraktivität zu verlieren, obwohl diese Diskussion bereits wiederholt im Ausschuss geführt wurde.
 
Haushaltskonsolidierung: Ausgaben senken reicht nicht
Wernau muss seinen Haushalt konsolidieren – daran führt kein Weg vorbei. Dafür reicht es aber nicht, nur Ausgaben zu kürzen. Es braucht auch zusätzliche Einnahmen, die fair und nachvollziehbar begründet sind. Genau daran hapert es aus unserer Sicht bei dem von WBL/Junge Bürger eingebrachten Änderungsantrag rund ums Parken.
 

 
Theaterangebot auf dem Prüfstand

Strukturiertes Konzept zur Haushaltskonsolidierung und Theaterförderung
Im Rahmen der Haushaltsplanung für das Jahr 2026 herrschte Einigkeit darüber, dass Sparmaßnahmen unumgänglich sind. Diese Einsparungen werden verschiedene Bereiche betreffen und an vielen Stellen schmerzlich sein.

Budgetanpassungen im Theaterbereich
Um das Haushaltsdefizit zu begrenzen, wurde unter anderem das Budget für Theaterveranstaltungen reduziert. Im Jahr 2025 standen Einnahmen in Höhe von 39.322?€ Ausgaben von 136.687?€ gegenüber. Die Auslastung lag dabei bei 65 % pro Veranstaltung.

 
Jugend hat Rechte - Jugendbeteiligung in Wernau

Die Einbindung junger Menschen in kommunale Entscheidungsprozesse stellt einen wesentlichen Bestandteil demokratischer Strukturen dar. Jugendlichen steht ein gesetzlich verankertes Beteiligungsrecht zu, das unter anderem durch die Gemeindeordnung geregelt ist. Kommunen in Baden-Württemberg sind verpflichtet, Kinder und Jugendliche bei Maßnahmen, die ihre Interessen betreffen, angemessen einzubeziehen. Die Beteiligungsverfahren müssen altersgerecht gestaltet werden mit dem Ziel, Mitbestimmung im unmittelbaren Lebensumfeld der jungen Generation zu ermöglichen.

Hierfür stehen verschiedene etablierte Beteiligungsformate zur Verfügung, wie Jugendwerkstätten, Schülerräte, Jugendparlamente, Jugendbeiräte oder Jugendkonferenzen. Die Jugendlichen in Wernau haben sich für das partizipative Format der Jugendwerkstatt entschieden, das ihnen die aktive Mitgestaltung ihres Umfeldes, die Entwicklung eigener Ideen und das Erlernen demokratischer Prozesse durch Mitbestimmung ermöglicht. Die Jugendwerkstatt ist eine direkte Form der Beteiligung und dient insbesondere der Lösungsentwicklung bei Projekten.

 
Verkehrssituation im Umfeld der Teckschule

Die Situation im Bereich der Teckschule ist seit längerem bekannt: Gerade zu Unterrichtsbeginn kommt es durch sogenannten Hol- und Bringverkehr, insbesondere durch „Elterntaxis“, immer wieder zu unübersichtlichen und für Kinder gefährlichen Situationen. Im Verkehrsausschuss am vergangenen Montag wurde deshalb über die Einrichtung einer „Schulstraße“ mit temporären Sperrungen für den Kfz-Verkehr beraten.

 
SPD-Gemeinderatsfraktion

Baustellen im Stadtgebiet
Als SPD-Fraktion fordern wir, dass Abläufe bei geplanten Baustellen in der Stadt verbessert und Maßnahmen so koordiniert werden, dass Einschränkungen für die Bevölkerung auf das notwendige Maß begrenzt bleiben.
Ältere Menschen, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sowie Eltern mit Kinderwagen müssen sicher und möglichst hindernisarm unterwegs sein können. Barrierefreiheit darf auch während einer Bauphase kein nachrangiges Thema sein, sondern muss von Anfang an mitgedacht und bestmöglich umgesetzt werden. Ebenso sehen wir deutlichen Verbesserungsbedarf bei der Beschilderung. Umleitungen, Zugänge und sichere Wege müssen klar, verständlich und frühzeitig ausgeschildert werden.

 
Fast vergessen?

Seit über zehn Jahren kommt immer wieder ein Projekt auf, das man hätte nach den geltenden Vorschriften in Baden-Württemberg schon vor sieben Jahren abschließen müssen: Ein neues Altenpflegeheim. Die Heimmindestbauverordnung des Landes, schon seit 2009 in Kraft getreten, sollte von den Trägern nach einer zehnjährigen Übergangsfrist umgesetzt werden. Aber, unser Träger in Wernau, die Kepplerstiftung, hält es nach dem Motto: „Die werden uns schon die pflegebedürftigen Menschen nicht auf die Kirchheimer Straße karren.“ Und so haben wir eben ein Heim St. Lukas, in dem die pflegebedürftigen Menschen weiterhin zum größten Teil in Zweibettzimmern untergebracht sind, obwohl die neue Verordnung nur noch Einzelzimmer vorsieht. Die Intimsphäre der Bewohnerinnen und Bewohner ist so nicht gewährt.
Wenn der Gemeinderat die Kepplerstiftung zum Stand der Dinge befragt, kommen dann immer wieder Konzepte auf, die die bisherigen Planungen und Überlegungen über den Haufen werfen. Plötzlich soll ein ins Auge gefasster Neubau nicht mehr über 90, sondern nur noch über 60 vollstationäre Plätze verfügen. Und das, obwohl die Prognose des Landkreises von einem Bedarf in Wernau im Jahr 2030 von 102 Plätzen ausgeht. Zunehmend muss der Bedarf der Stadt Wernau auch gegenwärtig schon von den angrenzenden Kommunen Plochingen, Köngen, Hochdorf und Reichenbach abgedeckt werden. Dort hat man sich an den Planzahlen des Kreises orientiert und auch die Heimmindestbauverordnung umgesetzt. Legt man den Stand der Planung der Kepplerstiftung in Wernau zugrunde, dann wird auch zukünftig und vermehrt unser Bedarf von den Nachbargemeinden mit abgedeckt werden müssen. 
Wir, so wird dem Rat vonseiten der Stadtverwaltung immer wieder versichert, seien bei der Kepplerstiftung in besten Händen. Bleibt abzuwarten, wie lange der Gemeinderat in seiner Mehrheit diese Einschätzung noch zu teilen vermag.