SPD Wernau

Mehr Hitzeschutz im Stadtgebiet

Die heißen Tage der vergangenen Woche machen deutlich: Hitzeschutz ist auch in Wernau ein wichtiges Thema. Hohe Temperaturen belasten viele Menschen im Alltag und können erhebliche gesundheitliche Folgen haben.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen, Kleinkinder sowie Personen, die nur eingeschränkt Zugang zu Schutzmöglichkeiten vor Hitze haben.


Die SPD Wernau begrüßt deshalb ausdrücklich, dass die Stadtverwaltung am Stadtplatz und vor dem Quadrium bereits im letzten Jahr Trinkbrunnen installiert hat. Diese Maßnahmen sind sinnvoll, können aus unserer Sicht jedoch nur ein erster Schritt sein. Wir regen an weitere Standorte für Trinkwasserbrunnen zu prüfen, wie etwa an stark frequentierten Bushaltestellen.

 

 
Was bedeutet es, Fair Trade-Stadt zu sein

Eine Fairtrade-Stadt zu sein bedeutet, dass die Förderung des Fairtrade-Gedankens nicht nur von einzelnen Personen unterstützt wird. Gefordert wird, dass sich Gemeinderat, Verwaltung, lokale Geschäfte, Cafés und Restaurants, lokale Unternehmen, Schulen, öffentliche Einrichtungen, Kirchen und Freiwilligenorganisationen zu Fairtrade bekennen und sich verpflichten, entsprechende Maßnahmen umzusetzen.
Der Titel wird für zwei Jahre vergeben, danach steigen die Anforderungen, um die kontinuierliche Entwicklung und das Engagement zu sichern. 

Fairtrade in Wernau
Die Stadt Wernau (Neckar) wurde am 25. Mai 2019 als 603. Fairtrade-Stadt in Deutschland ausgezeichnet und zuletzt 2025 rezertifiziert. Diese Anerkennung ist dem gemeinsamen Engagement, vor allem der 2012 gegründeten Lenkungsgruppe Fair Trade, zu verdanken. 
Ihr Ziel ist es, das Thema Fair Trade in der Wernauer Gesellschaft zu verankern und bekannter zu machen. Mit kreativen Ideen und fortschreitender Vernetzung sollen Bürgerinnen und Bürger vom Fairen Handel überzeugt werden. Die Lenkungsgruppe organisiert Veranstaltungen wie das faire und regionale Frühstück, Ausstellungen und koordiniert die Aktivitäten vor Ort. Auch Schulen beteiligen sich mit Aktionen, wie die Realschule zum Valentins- oder Nikolaustag. An den Grundschulen erhalten Erstklässler in Zusammenarbeit mit dem  AWB und der Lenkungsgruppe Fairer Handel in Wernau faire Vesperboxen. Derzeit sind neun aktive Mitglieder in der Lenkungsgruppe tätig.

 
Stadtbücherei – Überholt oder unverzichtbarer Bildungspartner?

Für uns gibt es hier keine Zweifel: Die Stadtbücherei ist aktueller denn je. Im Laufe der Zeit hat sie sich von einer reinen „Bücheraufbewahrungsstätte“ zu einem vielseitigen sozialen Treffpunkt und Lernzentrum entwickelt. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Frau Behr für ihr unermüdliches Engagement. 

Auch wenn nach wie vor das Ausleihen von Büchern den größten Anteil an der Nutzung ausmacht, bietet die Stadtbücherei mittlerweile ein breites Spektrum an Angeboten und Veranstaltungen. Allein im Jahr 2025 wurden über 100 Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Von Medienflohmärkten über die „Spur 1 Modellbau Aktionstage“ mit beeindruckenden 400 Besucher*innen bis hin zu Kindertheateraufführungen ist für jede Zielgruppe etwas dabei. 

Darüber hinaus vermittelt die Stadtbücherei heute essenzielle Medienkompetenzen und erweitert ihren Service um E-Books, Streaming-Dienste und Onleihe-Angebote. Sie bleibt ein Ort der Begegnung, der Bildung und der Kultur – offen für Menschen aller Altersgruppen. Gleichzeitig bietet sie eine ruhige Umgebung sowie die nötige Infrastruktur für konzentriertes Lernen, pflegt den Kontakt zu Schulen und Kitas und bringt Kindern schon frühzeitig Bücher und Lesen näher.

 
Förderung von Balkonkraftwerken gescheitert

Balkonkraftwerke sind günstig, einfach zu installieren und nutzen freie Balkonflächen. Sie senken den Netzstromverbrauch und amortisieren sich meist innerhalb von zwei bis fünf Jahren, abhängig von Ausrichtung und Eigenverbrauch. Moderne Sets sind nahezu wartungsfrei und flexibel in der Modulanzahl.  
Eine gute Möglichkeit für den Einstieg selbst erneuerbaren Strom zu erzeugen und damit aktiv an der Klimaneutralität der Stadt mitzuwirken. So die Idee! Und so wurde zum Jahresbeginn 2025 dann erstmals das Förderprogramm für Balkonkraftwerke eingeführt.
Ein Problem der Balkonkraftwerke ist die begrenzte Strommenge: Balkonkraftwerke liefern meist nur 600 bis 720 kWh pro Jahr. Montagefehler wie falsche Ausrichtung oder schlechte Befestigung senken den Ertrag und können Sicherheitsrisiken verursachen, etwa bei Sturm. Verschattung durch Gebäude oder Pflanzen verringert ebenfalls die Effizienz.

 
Wohnraum schaffen

Soziale und nachhaltige Stadtentwicklung als Leitgedanke 
Bezahlbare Wohnungen sind heutzutage absolute Mangelware. Jede Kommune trägt die Verantwortung, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. 
Jahrzehntelang hat sich die Situation verschärft. Nun gilt es, gegenzusteuern und Lösungen zu finden. 
Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, in Adler-Ost III nur Investoren für Mehrfamilienhäuser zu berücksichtigen, die garantieren, dass mindestens 20 % der Wohnungen als Mietwohnungen entstehen. Die Mietpreise sollen sich dabei am sozialen Wohnungsbau orientieren. 
Zwar ist „bezahlbar“ ein dehnbarer Begriff, dennoch ist klar, was gemeint ist: Wohnraum, den sich viele leisten können. Die Herausforderung besteht darin, kostengünstig zu bauen, ohne die Qualität zu vernachlässigen. 

 
Parken in Wernau wird teurer

Hintergründe und Auswirkungen der geplanten Gebührenerhöhungen
Die geplante Erhöhung der Parkgebühren um rund 20 Prozent ist für viele nachvollziehbar – die Streichung des günstigen Kurzparktarifs und der Wegfall der Wellness-Vergünstigung sind es nicht. Wer nur kurz zur Post oder zum Einkauf ins Quadrium will, zahlt künftig deutlich mehr. Gleichzeitig droht der Wellnessbereich an Attraktivität zu verlieren, obwohl diese Diskussion bereits wiederholt im Ausschuss geführt wurde.
 
Haushaltskonsolidierung: Ausgaben senken reicht nicht
Wernau muss seinen Haushalt konsolidieren – daran führt kein Weg vorbei. Dafür reicht es aber nicht, nur Ausgaben zu kürzen. Es braucht auch zusätzliche Einnahmen, die fair und nachvollziehbar begründet sind. Genau daran hapert es aus unserer Sicht bei dem von WBL/Junge Bürger eingebrachten Änderungsantrag rund ums Parken.
 

 
Theaterangebot auf dem Prüfstand

Strukturiertes Konzept zur Haushaltskonsolidierung und Theaterförderung
Im Rahmen der Haushaltsplanung für das Jahr 2026 herrschte Einigkeit darüber, dass Sparmaßnahmen unumgänglich sind. Diese Einsparungen werden verschiedene Bereiche betreffen und an vielen Stellen schmerzlich sein.

Budgetanpassungen im Theaterbereich
Um das Haushaltsdefizit zu begrenzen, wurde unter anderem das Budget für Theaterveranstaltungen reduziert. Im Jahr 2025 standen Einnahmen in Höhe von 39.322?€ Ausgaben von 136.687?€ gegenüber. Die Auslastung lag dabei bei 65 % pro Veranstaltung.

 
Jugend hat Rechte - Jugendbeteiligung in Wernau

Die Einbindung junger Menschen in kommunale Entscheidungsprozesse stellt einen wesentlichen Bestandteil demokratischer Strukturen dar. Jugendlichen steht ein gesetzlich verankertes Beteiligungsrecht zu, das unter anderem durch die Gemeindeordnung geregelt ist. Kommunen in Baden-Württemberg sind verpflichtet, Kinder und Jugendliche bei Maßnahmen, die ihre Interessen betreffen, angemessen einzubeziehen. Die Beteiligungsverfahren müssen altersgerecht gestaltet werden mit dem Ziel, Mitbestimmung im unmittelbaren Lebensumfeld der jungen Generation zu ermöglichen.

Hierfür stehen verschiedene etablierte Beteiligungsformate zur Verfügung, wie Jugendwerkstätten, Schülerräte, Jugendparlamente, Jugendbeiräte oder Jugendkonferenzen. Die Jugendlichen in Wernau haben sich für das partizipative Format der Jugendwerkstatt entschieden, das ihnen die aktive Mitgestaltung ihres Umfeldes, die Entwicklung eigener Ideen und das Erlernen demokratischer Prozesse durch Mitbestimmung ermöglicht. Die Jugendwerkstatt ist eine direkte Form der Beteiligung und dient insbesondere der Lösungsentwicklung bei Projekten.

 
Verkehrssituation im Umfeld der Teckschule

Die Situation im Bereich der Teckschule ist seit längerem bekannt: Gerade zu Unterrichtsbeginn kommt es durch sogenannten Hol- und Bringverkehr, insbesondere durch „Elterntaxis“, immer wieder zu unübersichtlichen und für Kinder gefährlichen Situationen. Im Verkehrsausschuss am vergangenen Montag wurde deshalb über die Einrichtung einer „Schulstraße“ mit temporären Sperrungen für den Kfz-Verkehr beraten.